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Warum ein gutes Körpergefühl für deine Präsenz so wichtig ist

Kopf. Bauch. Rumpf. Beine. Arme.

Alles dran am Körper. Und nun?

Sicher hast du auch schonmal davon gehört, dass ein gutes Gefühl für den eigenen Körper wichtig ist, ja sogar mehr als wichtig. Wenn wir Zeitschriften oder Bücher in der Hand halten, die sich mit Yoga, Selbstfindung und Gesundheit beschäftigen, kommen wir am Thema Körpergefühl nicht vorbei.

Es geht sogar noch weiter: das eigene Körpergefühl nimmt auch eine enorm starke Rolle ein, wenn es um deine Präsenz und deine Stimme geht. Wie du auf andere wirkst, hat ganz viel damit zu tun, wie du dich und deinen Körper selbst wahrnimmst oder (und jetzt kommt’s) OB du ihn wahr nimmst.

Ich erinnere mich an meine Oma, die immer, wenn schlechtes Wetter aufzog, sagen konnte : Ach, es kommt wieder was auf uns zu. Meine Knie schmerzen wieder.“ Und tatsächlich war diese Aussage zuverlässiger als jeder Wetterdienst.

Natürlich heißt Körpergefühl nicht nur Schmerzen wahr zu nehmen, denn tatsächlich sind es Schmerzen, die wir am leichtesten spüren können. Vielmehr geht es darum, sich und seinen Körper besser kennenzulernen, mehr über sich selbst und den eigenen Körper zu erfahren und neugierig auf all das zu sein, was wir mit unserem Körper ausdrücken können.

Vielleicht hast du schonmal Menschen gesehen (in echt oder im Fernsehen), die dich einfach absolut überzeugt haben, jedoch nicht mit dem Inhalt ihrer Sätze, sondern mit ihrem Erscheinungsbild…

Was dein Körper über dich sagt

„Hey ich hab Hunger“ kann dein Körper sehr gut sagen, so dass nicht nur du dieses Gefühl merkst, sondern auch andere dein Knurren im Magen hören.

Aber was ist mit all diesen Dingen, die auf den ersten Blick nicht so offensichtlich sind?

Nehmen wir die Aufrichtung. Wenn ich ein gutes Gefühl für meine Wirbelsäule habe, mir vorstellen kann, wie sie im Körper verläuft, spüren kann, wie sich Weite zwischen den Wirbeln anfühlt, dann werde ich mich automatisch mehr aufrichten.

Mein Gegenüber sieht eine aufrechte Person. Ich selbst fühle diese Haltung, spüre sie und versuche wahr zu nehmen, was dieses Körpergefühl mit mir macht. Macht es mich innerlich stärker?
Robuster?
Selbstbewusster?

Wow.
Das ist doch unglaublich!
Kann es so einfach sein?
Kann ich einfach mit einem besseren Körpergefühl selbstbewusster werden?

Ja und nein.

Ja, weil wir tatsächlich selbstbewusster werden, wenn uns unser Körper im wahrsten Sinne des Wortes bewusster ist (dazu gehören aber auch noch viele andere Bereiche wie Geist und Psyche).

Nein, weil es gar nicht so leicht ist, den Körper mit Neugier und Freude zu entdecken. Denn hier kommt das große Problem bei der Suche nach dem optimalen Körpergefühl:

Wir mögen unseren Körper nicht.

Die Sache mit der Selbstliebe

Naja nicht auf jeden trifft diese Aussage „Ich mag meinen Körper nicht“ zu, aber mal ehrlich und Hand aufs Herz: gab es nicht auch bei dir schon unzählige Momente, in denen du deinen Körper abgelehnt hast?

Geh doch mal auf die Straße, schau dir die Menschen an, die dir begegnen und versuche mal zu interpretieren, einfach aufgrund ihrer Haltung und ihres Ganges, ob sie sich wohl in ihrer Haut fühlen oder vielleicht nicht.

Keine Angst, du sollst keine tiefgründigen Analysen starten mit Zettel und Stift in der Hand. Schnapp die Eindrücke im Vorbeigehen auf, schau ihnen vielleicht hinterher und beobachte dich selbst, wie du im Schaufenster wirkst.

Niemand verlangt von dir, dass du deinen Körper und alles an ihm liebst (auch wenn uns das manche Bücher und Coaches glauben lassen wollen). Dein Blick auf dich wird immer einem Wandel unterliegen. Niemand sieht sich als Pubertier genau so wie mit 60 Jahren. Vielmehr geht es bei einem guten Körpergefühl darum, den Körper wahr zu nehmen:

Die Stellen, die uns gefallen und auch die Regionen, die wir vielleicht nicht so mögen.
Schmerzen und Verspannungen.
Aber auch Losgelöstheit und Entspannung.
Enge und Widerstand.
Weite und Weichheit.

Mit diesen Erkenntnissen verändert sich nicht nur unsere Wahrnehmung des Körpers, sondern auch unsere Wirkung nach außen.

Denn, wenn ich mir meines Körpers bewusst bin, stehe ich ganz anders zu (oder hinter ihm). Ich akzeptiere mich und meinen Körper und strahle dies auch aus.

Und nun?

Fühlen 🙂

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