Was meditieren wirklich bringt – Ein Erfahrungsbericht

Was meditieren wirklich bringt – Ein Erfahrungsbericht

„Boah echt nee. Also einfach nur rumsitzen, das ist nicht meins. Da bin ich nicht der Typ für. Und überhaupt, wie soll denn das gehen, nichts zu machen? Nee, nee, das ist mir echt zu abgefreakt…“

Nun gut, so habe ich nie gedacht, aber ich kenne viele Menschen bei denen solche Sätze hervorsprießen, wenn ich sage, dass ich fast täglich meditiere. Spannenderweise habe ich gar nicht danach gefragt, sondern nur in ruhigem Ton erzählt, wie gut mir Meditationen und Ruhe tun. Aber vielleicht kennst du das: jeder muss etwas zu deinem Thema beitragen, aus seiner eigenen Perspektive. Manchmal merkst du vielleicht eine Abwehr im anderen, weshalb er sich so getriggert fühlt von bestimmten Themen…aber ich schweife ab…

Aufgewachsen bin ich in einer Familie, die definitiv alles andere als in die Kirche geht, an Gott glaubt oder sonst irgendwie energetisch interessiert ist. Selbst meine Großmütter konnten dem ganzen nichts abgewinnen und haben auf ihre ganz eigene Weise ihrem Unmut Ausdruck verliehen (manchmal habe ich sehr lachen müssen über ihre Wortwahl ;-)).

Wie kommt nun also ein Mensch wie ich zu dem Thema Spiritualität? Und warum ist es einer der wahrscheinlich wichtigsten Schritte, den ich in meinem Leben bisher gegangen bin?

Wir werden geprägt von Eltern, Freunden, unserem gesamten Umfeld. Besonders als Kinder lassen wir uns leicht beeinflussen: wir wissen es ja nicht besser und wollen natürlich besonders von unseren Eltern Anerkennung und Liebe.
Ich kann mich erinnern (und die Erinnerungen kamen erst viel später wieder), dass ich als Kind schon immer ein Gefühl für unglaubliche Weite im Raum hatte. Manchmal bin ich zu meinen Eltern gegangen und habe ihnen davon erzählt, weil es mir Angst gemacht hat. Ihr könnt es euch sicher vorstellen.
Die Worte meiner Eltern waren ungefähr: „Ja Schnecke, komm geh mal wieder schlafen.“ Ich werfe meinen Eltern nichts vor. Sie wussten es nicht besser. Aber für mich wurde diese Welt der Energie nun kleiner und kleiner. Ich habe Mauern aufgebaut und diese Dinge nicht mehr an mich herangelassen. Zu seltsam. Zu verrückt. Und niemand, der meine Erfahrungen hätte teilen können…

Also bin ich erwachsen geworden, so wie viele von uns: mit lachen, weinen, Liebeskummer, Freude, Tanzen, Trinken, Fehler machen und lernen. Relativ spät kam ich an einen Punkt, an dem ich spürte, dass es irgendwie mehr geben muss im Leben (ja Kinder hatte ich auch noch geplant, aber das meinte ich in diesem Moment nicht ;-)).

Ich hab mich hingesetzt, meine Hände auf meinen Oberschenkeln abgelegt, die Augen zu gemacht und wollte das mal probieren mit der Meditation. Prompt passierte das, was so vielen am Anfang passiert: ich bin eingeschlafen.
Hmm das sollte es nun sein? Entspannen und einfach mal ruhig schlafen? Aber wieso redeten so viele vom meditieren mit ganz anderen Worten?

Ich bin kein Mensch, der aufgibt und so probierte ich es immer wieder. Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis ich nicht mehr weggenickt bin, aber immerhin gab es die Momente, in denen ich wach und konzentriert war. Vorrangig habe ich erstmal wahr genommen, dass mein Herzschlag und Puls sich verlangsamten. Dass meine aufgewühlten Gedanken immer mehr zur Ruhe kamen, auch wenn sie sich immer wieder ihren Weg in meine gedankliche Stille bahnen wollten. Ich habe es akzeptiert und sie sanft angeschupst einfach weiterzuziehen.

Eine starke Erkenntnis für mich damals war, dass ich mich von innen heraus selbst erwärmen konnte. Als Mensch mit immer kalten Händen und Füßen war das ein Geschenk.
Doch die eigentliche Macht der Meditation habe ich erst gelernt, seit ich Kinder habe.

Wer Kinder hat, weiß, wovon ich rede. Diese kleinen zauberhaften Wesen können so viel aus einem herausholen: die stärkste Liebe der Welt, aber auch die größte Wut, die man je gespürt hat. Kinder können genau DEINE Themen triggern, dich zum ausrasten bringen, ohne dass du es willst.

Ich habe mit meinen Meditationen gelernt, den Fokus bei mir zu lassen. Mich zu fragen, was da gerade passiert, was das mit mir macht…in Ruhe atmen. Ein. Aus. Ein. Aus. Loslassen. Und ganz neu in die Situation gehen.
Außerdem habe ich die Geburt meines dritten Kindes als etwas Unglaubliches erlebt, weil ich es geschafft habe, die gesamte Schwangerschaft über fast täglich zu meditieren. Wow kann ich euch sagen. Mutter Natur und irgendwie das Universum da oben, die haben schon echt was drauf 😉

In meiner Arbeit als Coach nehmen Meditationen auch immer wieder einen wichtigen Stellenwert ein. Nicht nur für unsere Seele und Psyche sind sie wohltuend und klärend, sondern vor allem auch in der körperlichen Arbeit mit uns: wir können mit Kraft der Gedanken Muskelblockaden lösen, die Hals- und Schultermuskulatur lösen, ja sogar das Zwerchfell wieder an seine ursprüngliche Flexibilität erinnern, die Stimme in ihre Wohlfühllage bringen, den Atem beruhigen und tiefer spüren und vieles mehr.
Wenn du glaubst, dass das nicht geht, muss ich dich enttäuschen. Vielleicht glaubst du das, weil du es noch nicht erlebt hast. Ich habe in meinem Coachingleben bisher so viele Erfolge mit Meditationen bei meinen Klienten erzielen können, dass das einfach kein Zufall sein kann. Und wie heißt es doch so schön: Wer heilt, hat recht! 😉

Vielleicht habe ich dich ein wenig neugierig gemacht auf das, was alles in dem Thema Meditation steckt.

Wenn dich die Themen Stimme und Meditation in Kombination interessieren, darfst du gespannt sein, denn ich werde in Kürze eine Ausbildung zum Stimmtrainer anbieten, in der genau diese beiden Themen miteinander verbunden werden nebst Stimmtechniken und meinen Erfahrungen.

Bleib neugierig.
Bleib entspannt.
Bleib liebevoll.

Deine Jana.

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